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The Chocolate Skateboards team spend a fun day at the Rosecrans Ditch. “I’m a ditch boy” ….. “I love ditch.”

Featuring Vincent Alvarez, Rick Howard, Tyler “Manchild” Pacheco, Johnny Jones, Sam Smyth and a special guest.

Highsnobiety just released a very interesting video on the recent Crailtap Exhibition, that went down in Los Angeles some weeks ago. Here’s more info and the video of course!

Crailtap, parent brand to Girl and Chocolate Skateboards among others, recently celebrated 20 years with a group photo exhibition entitled “Crail Camera Crew.” The brand’s first purely photographic show, CCC features work from regular collaborators including Jerry Hsu, Sam Smyth, Aaron Meza, Andy Mueller, Ben Colen and Eric Anthony. Chronicling the last 15 years of Crailtap, which includes brands Girl, Chocolate, Fourstar, Royal, Lakai and Crailtap, the online magazine, it’s hard to pin it down into one category, with the brand describing itself as more of an ethos than a regular company.

via Highsnobiety

Allein die Entstehung von Girl Skateboards ist eine Erfolgsgeschichte. Man nehme zwei der angesagtesten Skateboarder der Welt, Mike Carroll und Rick Howard, hole einen aufstrebenden Regisseur namens Spike Jonze mit ins Boot und fertig ist das Geheimrezept für eine Firma der Spitzenklasse. Kommen wir aber zum Thema: Die Videos der im kalifornischen Torrance ansässigen Girl Family sind einfach immer bahnbrechend und haben ganze Generationen geprägt.

„Goldfish“, im Jahre 1993 auf dem VHS Markt erschienen, hatte ganz neue Ansätze für ein Skateboardvideo. Klar sind Skits zwischen den einzelnen Parts nicht Neues, das gab es schon bei Powell Peralta, nur wurde hier nach langer Zeit wieder kreativ und auf Hollywood-Niveau produziert. Die Skater mussten oft schauspielern, Carroll, Koston und Howard als Rentner oder die Chocolate Jungs als Cowboys. Mit der Erfahrung von Spike, der u. a. auch Musikvideos von den Beastie Boys, Pharcyde und Moby gedreht hat, konnten die Ideen perfekt umgesetzt werden. Schon allein das Intro vom ersten Girl Video ist bis heute ein Klassiker – Sean Sheffey rollt mit einem Goldfischglas durch San Francisco und wird dabei von Undercover-Cops verfolgt.

Eben so das Lance Mountain Interlude, in dem er die Gefahren von einem Sell-Out des Skateboardings als „Pogostick“-Profi auf den Arm nimmt. Wenn dir jetzt ein großes Fragezeichen auf der Stirn steht, wird es Zeit im Youtube Archiv zu graben oder euren Old School Local freundlich nach der Videokassette zu fragen. Doch neben den grandiosen filmreifen Einspielern sind es vor allem das Skateboarding und das Team, die jedes Video aus dem Hause Girl zu einem Evergreen machen. Viele Trickkombos wurden von den Jungs erfunden, aufgefrischt oder neu verpackt mit einem cleanen Style. Dadurch wurde immer wieder gezeigt, wie unendlich Skateboarding in seiner Vielfalt ist. Und was überhaupt möglich ist.

Oft sind zwischen den Videos Jahre vergangen, um genügend innovative Tricks zu erfinden, neue Spots zu skaten und Länder zu bereisen und natürlich um alle 20 Teamfahrer vor die Linse zu bekommen. Von Anfang an wurde bei Girl entschieden, dass man etwas Besonderes herausbringt, egal ob es nun um die Tricks, die verwendete Technik, den einzigartigen Schnitt oder die Intros ging. Girl ist eine Kreativschmiede seit Tag eins. Das zweite Girl Video „Mouse“ kam überraschenderweise zwei Jahre nach „Goldfish“ heraus, was sicher an der Produktivität der damals noch sehr jungen Unternehmer Howard & Co lag.

Zu „Mouse“ muss man wirklich nicht viele Worte verlieren – Ein Skateboardvideo, das von seiner Aufmachung bis heute topaktuell ist. Man denke nur an das Charlie Chaplin Skit von Eric Koston, den mit Boom Box bepackten Keenan Milton, der vor einer Maus flüchtet oder, um es auf den Punkt zu bringen, den besten Guy Mariano Part aller Zeiten – sicherlich eines der ersten Skatevideos, bei dem nichts dem Zufall überlassen wurde. Und der Soundtrack ist unumstritten eine eigene Playlist wert. Um dieses Niveau zu halten, ließen sich Rick Howard und sein Team genau sieben Jahre für einen Nachfolger Zeit, engagierten Ty Evans als festen Kameramann und brachten im Jahr 2003 das lang erwartete „Yeah Right“ auf den Markt.

In gewohnter Tradition wurde das Publikum wie immer überrascht mit den neusten Tricks, Technik und Gimmicks. Wegretuschierte Boards, Owen Wilson Cameo, epische Intros, hammer Musikauswahl, HD Aufnahmen und Super Slow Mos – es wurde sich mal wieder selbst übertroffen und das Video setzte neue Maßstäbe für alle, die sich auf diesem Niveau bewegen wollten. Es sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass es einen guten „Talentmanager“ bedarf, um so ein Team zusammen zu schustern. Genau diese Beschreibung passt auf Sam Smyth, der seit der Gründung von Girl dieses Gespür bewiesen hat, Leute zu rekrutieren, die auch nach zehn Jahren noch an der Spitze mitfahren.

Die letzten, fein säuberlich aussortierten „Neuzugänge“ Sean Malto, Corey Kennedy oder Mike Mo haben durch ihren Platz in einem der begehrtesten Teams der Welt den Legendenstatus jetzt schon gepachtet. Und zum Glück ist aus dem, laut Ty Evans, eigentlich geplanten Chocolate Video doch ein gemeinsames Projekt mit der großen Schwester geworden, in dem dann wirklich alle Teamfahrer zu sehen sind. Auch Gino.

Neun Jahre sind seit dem letzten großen Videoprojekt vergangen und dieser Tage ist „Pretty Sweet“ über die Monitore dieser Welt geflimmert. Und glaubt uns, auch wir konnten es kaum erwarten, den Streifen endlich zu sehen. Als kleinen Vorgeschmack hat der spanische Fotograf Roger Ferrero die Jungs bei einer ihrer letzten Filmmissionen in Barcelona begleitet. Auf den Bildern, die wir euch hier ganz exklusiv zeigen dürfen, sieht man, wie professionell gearbeitet wurde – Red Kameras kamen zum Einsatz, mit denen heutzutage ganze Kinofilme gedreht werden. Zudem wurden erstmals Steadycams, also mit einem Rig am Körper befestigt, stabilisierende Kameras benutzt, die auf den ersten Fotos nicht danach aussieht, als ob hier ein Skateboardvideo gedreht wird.

Ob man durch solches Equipment vielleicht die Messlatte für Skatevideos zu hoch angesetzt hat? Das bleibt abzuwarten. Denn wer kann sich schon erlauben, eine 100.000 Dollar Kamera mit zum Spot zu nhemen? Was soll danach noch kommen? Auf der anderen Seite finden wir Filme wie „The Art of Flight“ auch super und spannend, gerade wegen der tollen Bilder und hochauflösenden Kameras. Aber unsere Befürchtungen und Zweifel werden in diesen Tagen sicher ausbleiben, nachdem das Video weltweit Premiere gefeiert hat. Als Fazit bleibt uns nur diese Prognose: „Pretty Sweet“ wird Skateboarding von einer ganz neuen Seite zeigen. Die Produktion und die zu sehenden Tricks werden die nächsten Jahre von Skateboarding stark beeinflussen. Und endlich kommt mal wieder ein Skatevideo, das man sich gerne original kauft, denn so astreines Skateboarding sollte man sich in der besten Qualität angucken.

Photos: Roger Fererro
Words: Sebi Vellrath