Eine Frage an: Erik Groß

Der Name Erik Groß steht für stilsicheres Skateboarding, auch wenn es in jüngster Vergangenheit ein bisschen ruhiger um ihn wurde – zumindest was Coverage angeht. Erik hat in einem schleichenden Prozess die Fotografie für sich entdeckt und ist bei seinen Reisen mittlerweile verstärkt hinter diversen Kameras aktiv – irgendwo zwischen Skateboarding und Portraits, Hauptsache analog. Grund genug für uns, ihn einfach mal erzählen zu lassen: Na, was denn jetzt Erik, Skate, Portraits oder Skateboartraits?

Alles begann vor knapp vier Jahren, als ich mir zu Weihnachten eine Canon AE-1 schenkte. Und was fotografiert man als Erstes, wenn man selbst Skateboarder ist? Richtig… Blumen. Nee Quatsch, natürlich seine Freunde beim und neben dem Skaten.

Irgendwann schnupperte man dann auch mal in die professionelle Skateboardfotografie, wenn man als Skater für Magazine Stufen runterflog oder Handläufe entlang rutschte. Ich begann zu verstehen, was der Fotograf da auf dem Boden eigentlich mit den ganzen Blitzen und einer fünf-hundertstel Verschlusszeit machte.

Letztendlich habe auch ich mich immer mehr mit dem Schießen von Skatefotos befasst und ich habe riesigen Respekt vor Leuten wie Henne (Herzmann), die am laufenden Band perfekte Shots abliefern. Aber sich um drei am Pennyrail für einen
Backsmithfoto zu treffen, war nie meine Art zu fotografieren. Ich mag mehr alles drumherum – das Pushen, die blutigen Hände und natürlich erst recht den Fahrer selbst. Ich habe angefangen, alle Skater, mit denen ich unterwegs war, zu
portraitieren und habe dabei gemerkt, dass ich mich beim Entwickeln der Bilder genauso auf das Portrait wie auch auf ein Trickfoto gefreut habe.

Dadurch wurde für mich alles persönlicher und interessanter. Nach und nach habe ich auch Leute außerhalb von Skateboarding fotografiert und fand es total spannend, die unterschiedlichen Gesichter auf Film zu bannen und sie gleichzeitig näher kennenzulernen.

Diese Serie von Danny ist für die Place #50 entstanden und beschreibt genau meinen Stil zu fotografieren. Wir waren zwei Tage zusammen unterwegs, skateten im Regen auf dem Tempelhofer Feld, fotografierten uns gegenseitig und hatten jede Menge Spaß. Dabei ging es nicht um einen bestimmten Trick an Spot XY, sondern eben um alles andere.

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www.erik-gross.net